Gehörschäden unter Bauern Alpine
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Weit entfernt von all der Hektik in der Stadt liegt das platte Land. Aber der Schein täuscht, denn das idyllische Bild eines Bauern mit seinem Pferd und Pflug stimmt schon lange nicht mehr.

Durch unter anderem das Gebrumm des Traktors, das ohrenbetäubende Geräusch der vielen Schweine, das Winseln des Getreidetrockners und das Geschrei der Kettensägen besteht unter den Bauern ein großes Risiko auf Hörschäden.

In der Studie stellt sich heraus, dass in den USA einer von drei Bauern eine bestimmte Form von Gehörschädigung hat. Vergleichbare Resultate werden in vormaligen schwedischen Studien sichtbar. In Australien haben sogar zwei von drei Bauern einen Hörschaden oder ein Gehör einer zehn bis 15 Jahre älteren Person.

Hörschäden bei Bauern entstehen meistens nicht auf einmal, sondern als schleichendes Resultat von vielen Jahren Arbeit mit Maschinen, die für sehr viel Lärm sorgen. In einer amerikanischen Studie (PDF) in 2008 stellt sich heraus, dass der Lärmpegel eines Traktors durch geschlossene Fenster höher als 81dB ist. Das Alter des Traktors spielt hierbei eine große Rolle. In 1970 produzierte ein Traktor in vollem Einsatz durchschnittlich einen Lärm von 98dB. Die Traktoren, die heutzutage produziert werden, sind glücklicherweise schon um einiges leiser. So benutzt Deere &ampCo. heutzutage lärmdämpfende Platten auf den Dächern ihrer Traktoren. Trotz dessen gibt es leider noch viele andere Geräte, sowie den Mähdrescher, die Hammermühle und den Trockner, die Lärm höher als 100dB produzieren. Untenstehend eine Übersicht der am meisten vorkommenden Maschinen auf Bauernhöfen und ihrem Geräuschpegel.

Traktor74-112 dB
Getreidetrockner81-102 dB
Mähdrescher80-105 dB
Kettensäge77-120 dB
Schweinelaute85-115 dB
Obstgarten-Sprüher85-106 dB

In einer anderen amerikanischen Studie stellt sich heraus, dass 92% der Bauern einem extremen Lärm ausgesetzt sind, während 44% dieser einen Gehörschutz trägt. Die Zahlen sind alarmierend, da das Arbeitsschutzgesetz Gehörschutz ab einem Lärmpegel von 85dB vorschreibt. Demnach ist geraten, auch auf dem Bauernhof Gehörschutz zu tragen.

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